Pontedassio: Kunst, Geschichte und ligurische Küche
Unterkünfte in Pontedassio
Pontedassio lässt sich über Kirchenkunst, die Geschichte seiner Ortsteile und lokale Esskultur kennenlernen. Für Reisende, die bei der Wahl ihres Urlaubsorts mehr als ein einzelnes Ausflugsziel suchen, ergeben sich unterschiedliche Themen: von einer seltenen Leonardo-Replik in Villa Guardia bis zu historischen Speisen und Backtraditionen. Auch die Ruinen von Bestagno und ein Weg durch Wald und Olivenhaine geben dem Aufenthalt eigene Akzente.
Die Kirche Santa Margherita di Antiochia gehört zu den örtlichen kulturhistorischen Bezugspunkten in Pontedassio.
Foto: Davide Papalini via Wikimedia Commons, CC BY 2.5
Kirchenkunst und Ortsgeschichte
In Villa Guardia, einem Ortsteil der Gemeinde Pontedassio, wurde die Chiesa di San Matteo zwischen 1580 und 1606 erbaut. In der Kirche befindet sich ein hölzernes Cenacolo, eine seltene dreidimensionale Replik des Cenacolo von Leonardo da Vinci. Die Gruppe ist seit 2012 dauerhaft in einem kleinen Raum rechts im Kirchenschiff aufgestellt; durch die Wiederöffnung eines Bogens wurde sie sicher sichtbar gemacht. Bei den Feiern der Karwoche wird sie noch heute verwendet. Möglicherweise stammt das Werk aus einer Schnitzerwerkstatt, die zwischen 1470 und 1510 zwischen den Ligurischen und den Seealpen tätig war.
In der Pfarrkirche von Pontedassio ist ein anderer Kunstschatz überliefert: Sie wurde 1880 wiederaufgebaut und bewahrt ein Triptychon von Luca Baudo aus Novara aus dem Jahr 1503. Einen räumlichen Bezug zum historischen Ortskern hat die Chiesa di Santa Margherita. Sie steht östlich des mittelalterlichen Kerns, neben den ältesten Häuserzeilen des historischen Zentrums am Torrente Impero. So stehen sakrale Kunstwerke und die gewachsene Struktur des Orts an unterschiedlichen Punkten im Blickfeld.
Bestagno: Museum und Burgreste
Im Ortsteil Bestagno befindet sich das Museo etnografico del castello di Bestagno in drei Räumen im Herzen des wichtigsten Carruggio. Eröffnet wurde es im September 2001. Zu den Räumen gehören zwei ehemalige Gemeindebacköfen und ein Weinkeller. Das Museum zeigt außerdem Werkzeuge, mit denen örtliche Landwirte früher Oliven anbauten und Weinreben kultivierten. Damit rückt neben den Bauwerken auch die frühere landwirtschaftliche Arbeit in den Mittelpunkt.
Die Ruinen des Castello medievale di Bestagno stehen auf einer isolierten Anhöhe. Ihre Mauerstrukturen stammen aus verschiedenen Epochen zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert; außerdem sind Spuren der Zerstörung durch die Spanier im Jahr 1611 vorhanden. Das Castello di Bestagno gehörte zum Verteidigungssystem des Valle Impero. Die zeitlich unterschiedlichen Spuren geben der Anlage eine andere historische Perspektive als die Kirchen und Kunstwerke in Pontedassio und Villa Guardia.
Esskultur und ein Weg durch die Olivenhaine
Auch die lokale Esskultur verbindet Geschichte und konkrete Herstellung. Das Museo storico degli spaghetti entstand 1958 in Pontedassio. Zu den für den Ort charakteristischen Produkten zählen außerdem große Biscotti-Scheiben nach einem Rezept aus dem späten 19. Jahrhundert. Für den Hefeteig werden Teile eingeschnitten; anschließend wird er zunächst gebacken und danach ein zweites Mal gebacken.
Eine weitere kulinarische Überlieferung ist die frühere Cena Domini in Pontedassio und seinen Ortsteilen. Zu dem Mahl gehörten in Olivenöl eingelegter Stockfisch und handgemachte Lasagnetten. Jede teilnehmende Person erhielt zudem ein rundes Brot mit Fenchel und einem Kreuzzeichen. Die Tradition ist historisch überliefert und beschreibt ein früheres Brauchtum, keinen heute wiederkehrenden Termin.
Wer bei der Planung auch Landschaft und Wandern berücksichtigen möchte, kann den Sentiero dei Santuari in den Blick nehmen. Er führt vom Valle Impero durch Wald und Olivenhaine in Richtung des Santuario della Madonna della Neve in Villa Guardia di Pontedassio. Prüfen Sie vor einer Wanderung die aktuellen Wegbedingungen. Damit stehen für die Wahl eines Aufenthalts in Pontedassio verschiedene Interessen nebeneinander: Kirchenkunst, Geschichte der Landwirtschaft und Esskultur sowie eine beschriebene Route durch die Landschaft. Welche davon für Ihre Reiseplanung ausschlaggebend ist, können Sie mit Ihren eigenen Schwerpunkten abgleichen.
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