Taggiasca-Olive: Liguriens milde Olive und ihr Öl

Taggiasca-Olivenhaine bei Pairola Olivenhaine an den Hängen bei Pairola in Ligurien.

Die Taggiasca-Olive gehört zu den bekanntesten Spezialitäten Liguriens. Sie ist klein, dunkel bis violettbraun und wird sowohl als Tafelolive als auch für Olivenöl verwendet. Ihr milder, leicht nussiger Geschmack passt zu Fisch, Gemüse, Salaten und vielen Gerichten der regionalen Küche. Wer an der westlichen Blumenriviera unterwegs ist, begegnet Olivenhainen schon wenige Kilometer hinter der Küste.

Kurzfakten zum Thema

  • Taggiasca ist eine traditionelle Olivensorte aus dem westlichen Ligurien.
  • Sie wird als ganze Olive und als Grundlage für natives Olivenöl extra verkauft.
  • Die Anbaugebiete reichen von der Küste in die Täler der Provinz Imperia.
  • Erntezeit und Arbeitsabläufe hängen von Wetter und Höhenlage ab.
  • Beim Kauf lohnt der Blick auf Herkunft, Ernteangaben und Abfüllung.

Geschmack und Verwendung

Taggiasca-Oliven schmecken meist weniger bitter als viele andere Sorten. Als eingelegte Olive passen sie zu Aperitifs, Brot und Käse; das Öl wird häufig erst kurz vor dem Servieren über Gemüse, Pasta oder Fisch gegeben. In Ligurien gehört es ebenso selbstverständlich zur Küche wie Pesto alla Genovese oder regionale Weine. Die Spezialitäten aus Ligurien zeigen, wie eng Landschaft, Landwirtschaft und Essen hier verbunden sind.

Wo die Oliven wachsen

Besonders viele Olivenhaine liegen im Hinterland von Imperia, rund um Taggia und in den Tälern zwischen Küste und ligurischem Apennin. Die Terrassen an den Hängen sind oft klein und aufwendig zu bewirtschaften. Deshalb ist hochwertiges Olivenöl nicht nur ein Souvenir, sondern auch ein Produkt vieler einzelner Arbeitsschritte. Von Küstenorten wie Sanremo, Bordighera oder Diano Marina lassen sich diese Landschaften gut als Halbtages- oder Tagesausflug erreichen.

Olivenöl bewusst auswählen

Auf Märkten und in kleinen Läden werden unterschiedliche Qualitäten angeboten. Wer ein Öl für die kalte Küche sucht, kann nach nativem Olivenöl extra fragen und sich beraten lassen. Eine klare Herkunftsangabe, ein nachvollziehbarer Erzeuger und ein frischer, sauberer Duft sind sinnvoller als ein besonders auffälliges Etikett. Auch eingelegte Oliven unterscheiden sich deutlich: Manche sind sehr mild, andere salziger oder kräftiger gewürzt. Probieren hilft mehr als eine allgemeine Geschmacksbeschreibung.

Genussfahrt ins Hinterland

Die Fahrt über die Via Aurelia und anschließend in die Seitentäler verbindet Meerblicke mit Olivenhängen und kleinen Orten. Wer unterwegs essen möchte, findet in der Provinz Imperia häufig einfache Gerichte, bei denen Olivenöl eine Hauptrolle spielt. Die Route lässt sich mit einem Besuch der Küste, etwa in Cervo, oder mit einem Tag in Sanremo kombinieren. Für aktuelle regionale Hinweise und touristische Informationen bietet die offizielle Seite Lamialiguria einen guten Einstieg.

FAQ zur Taggiasca-Olive

Wofür wird Taggiasca-Olivenöl verwendet?

Es passt besonders gut zu kalten und warmen Gerichten, bei denen sein milder Geschmack nicht überdeckt wird, etwa zu Gemüse, Fisch, Salaten und Pasta.

Kann man Olivenhaine in Ligurien besuchen?

Die Hügellandschaft ist frei sichtbar; Besichtigungen von Betrieben oder Verkostungen sollten vorab direkt beim jeweiligen Anbieter angefragt werden.

Ist jede ligurische Olive eine Taggiasca-Olive?

Nein. Taggiasca bezeichnet eine bestimmte Sorte. Herkunft und Sorte sollten beim Kauf klar ausgewiesen sein.

Foto: Rainer Lenk

Zusatzinformationen

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Imperia
Imperia
Imperia ist eine Hafenstadt in der italienischen Region Ligurien und die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Hier in Imperia und Umgebung wird hervorragendes Olivenöl produziert.